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"Die Stasi, das Lamm" oder "Die Bundesrepublik wird zum Überwachungsstaat"


Nach dem "Otto-Katalog" der "Schäuble-Katalog".
Besser wird es in diesem Land für freiheitsliebende Menschen jedenfalls nicht...
Für die große Version bitte auf das linke Bild klicken.
Leider gibt es wieder eine Reihe trauriger Anlässe, die uns förmlich dazu zwingen, unseren Lesern ein Update unseres alten Artikels "Mit Sicherheit ein guter Bürger" s.u. zu geben:
- Die Vorratsdatenspeicherung ist seit dem 1.1.2008 in Kraft und gilt, solange es vom Verfassungsgericht nicht gekippt wird. Über 30.000 Bürger wehren sich mit einer Verfassungsbeschwerde gegen die staatlich verordnete Bespitzelung. Mehr dazu auf vorratsdatenspeicherung.de
- Terrorismusbekämpfungsergänzungsgesetzes (TBEG) ist am 11.01.2007in Kraft getreten, es erweitert und verlängert die den Geheimdiensten nach dem 11. September 2001 gewährten Befugnisse.
- Die Bundesregierung will einen sogenannten "Bundestrojaner" entwickeln, ein kleines verstecktes Computerprogramm, das ohne Wissen des ausgespähten Internetnutzers in seinen Computer eindringen kann und eine sogenannte "Online Durchsuchung" durchführen soll.
- Die Polizeit läßt Banken die Daten von 22 Millionen Kreditkarten untersuchen, um tatsächlich 322 Verdächtige zu ermitteln, die sich Kinderpornographie aus dem Netz geladen haben sollen und nennen es dann auch noch einen Erfolg. Ein richterlicher Beschluß lag nicht vor.
- Schäuble will DNA- und Fingerabdruck Datenbanken europaweit verknüpfen, vergißt aber, gleichzeitig auch noch Datenbanken für Personen mit Aufsichtsratsposten und Politiker mit "Nebenjobs" in der freien Wirtschaft einzuführen
- Polizei stellt aus Versehen Einsatzprotokolle mit Daten von kontrollierten Personen ins Netz
- laut "Suedeutsche Zeitung" vom 18.01.2006 plant die Bundesregierung ein zentrales Melderegister
Aber es gibt auch mutige Menschen, die sich gegen den Verfolgungswahn und die Überwachungswut der Politiker zugunsten eines freien, selbstbestimmten Lebens ohne Angst mit einer ausreichend geschützten Privatsphäre. Sie trafen sich am 14. April in Frankfurt. Mehr Infos finden Sie unter
Schade, nicht mal 2.000 Leute haben an der Demonstration in Frankfurt teilgenommen. Aber mit etwas Glück werden es von mal zu mal mehr. Lesen Sie doch auch mal folgenden interessanten Blog:
http://bundestrojaner.blogspot.com/
Für Ihre Freunde und Bekannten, denen Sie etwas leicht Verständliches vorsetzen möchten eine sehr gute Darstellung der aktuell tatsächlich möglichen und stattfindenden Überwachung im allgmeinen Leben:
http://panopti.com.onreact.com
Und das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig Holstein (ULD) zeigt es uns sehr anschaulich:
https://www.datenschutzzentrum.de/presse/nichts_zu_verbergen.jpg
...und noch etwas aus dem letzten anfaßbaren schwarzlicht Magazin aus 2005:
Mit Sicherheit ein guter Bürger
Warum Freiheit und Privatsphäre wichtiger für unser Land sind als Ottos Kataloge - zu lesen im schwarzlicht Magazin 02/05. Inzwischen ist es der "Schäuble Katalog" geworden. Es geht bergab in diesem Land. Zumindest, was den Rechtsstaat anbelangt.

Privatsphäre im Netz sichern
Schon heute gibt es Möglichkeiten, die Überwachung der elektronischen Kommunikation zu erschweren. Ein erster Anfang könnte die Verschlüsselung von E-Mails sein. E-Mails sind nämlich nichts anderes als ohne Umschlag verschickte Briefe, die jeder auf dem Weg zum Empfänger lesen kann. Mit den üblichen Programmen PGP [Pretty Good Privacy' und GNU PG lassen sich E-Mails schnell und unkompliziert verschlüsseln vorausgesetzt der Empfänger hat auch ein Verschlüsselungsprogramm. Also: Lieber einen Briefumschlag benutzen, bevor irgend jemand den Liebesbrief, die Kontodaten oder die politische Schimpftirade liest.
Eine weitere Überwachungsmöglichkeit bietet das Surfen im Internet. Dort wird jede Bewegung, jeder Klick gespeichert. Das ist ungefähr so, als würde die Frau am Kiosk bei jedem Käufer aufschreiben, welche Zeitung er gekauft hat und diese Daten dann an die Geheimdienste weitergeben. Diese haben nämlich mit dem Telekommunikationsgesetz von 1998 eine Schnittstelle bei den Providern bekommen, mit der sie zu jeder Zeit auf die persönlichen Verbindungsdaten zurückgreifen können. Wer dies verhindern will, kann Spuren im Netz mit JAP/ANON, einem Programm der Universität Dresden, verschleiern.
www.datenschutzzentrum.de www.humanistische-union.de www.grundrechtekomitee.de www.grundrechte-report.de http://www.systemfehler.info
Den ganzen Artikel und alles weitere aus dem schwarzlicht Magazin können Sie lesen, wenn Sie einen frankierten Rückumschlag an Redaktion schwarzlicht, Postfach 08 01 25, 10001 Berlin schicken.
Nachdem unser Innenminister W.S. sich mit einem neuen absonderlichen Vorschlag zur Verbiegung der Verfassung negativ ins Rampenlicht gesetzt hat, hier ein interessanter Kommentar von Egon W. Kreutzer:
http://egon-w-kreutzer.de/Meinung/0PAD2.html
Das besondere Projekt:
Verabredung  von Krzysztof Jarzebinski
Vier Menschen in Berlin auf dem Weg zu einer Verabredung. Aber wer trifft hier eigentlich wen? Ein Plädoyer für die Liebe über ethnische Grenzen hinweg. Der Kurzfilm "Verabredung" ist im Rahmen des Projektes DigiTales - Equal Opportunities for All als Beitrag zum DigiTales Festival 2006 entstanden.

Für das Berliner Fenster (in der Berliner U-Bahn) gedreht, ist der Film wie auch die anderen Festivalteilnehmer auf 90 Sekunden begrenzt und ohne Ton. Die Botschaft zählt. Die Kurzflime wurden vom 10. bis zum 19. Juli in der U-Bahn gezeigt. Mit etwas Glück wird DigiTales im nächsten Jahr wieder stattfinden und jungen Filmbegeisterten die Möglichkeit geben, weitere interessante und überraschende Ideen mit einfachen Mitteln umzusetzen.
Da die HoBS GmbH und mit ihr schwarzlicht.tv diesen kleinen Film gefördert hat, können Sie ihn sich hier - momentan exklusiv - ansehen: und sich selbst eine Meinung bilden.
Und weil dieses Projekt von der EU und vielen vielen anderen gefördert wurde, wollen wir es auch nicht versäumen, Ihnen alle Logos zu zeigen:
 
Weitere Infos finden sich auf der Homepage von DigiTales.
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