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Prince of Persia - Der Sand der Zeit
Kinostart: 20.05.2010 http://www.disney.de/prince-of-persia
USA 2010 Länge: 116 Minuten Ab 12 Jahren
Regie: Mike Newell
Jake Gyllenhaal - Prinz Dastan Gemma Arterton - Prinzessin Tamina Ben Kingsley - Nizam Alfred Molina - Sheik Amar
Persien im sechsten Jahrhundert. Im Reich unsterblicher Abenteuer und Legenden werden ein neuer Mythos und eine große Liebe geboren. Nicht der Zufall, sondern die Vorsehung führt den charismatischen Draufgänger Prinz Dastan (JAKE GYLLENHAAL) und die bildschöne, selbstbewusste Prinzessin Tamina (GEMMA ARTERTON) zusammen. Gemeinsam überwinden sie anfängliche Abneigungen und bilden einen Bund gegen das Böse, das im Verborgenen seine Kräfte sammelt... Alle Wünsche erfüllen könnte ein ungewöhnlicher Dolch, der Dastan in die Hände fällt. Im Abenteuer ihres Lebens, so gefährlich wie aufregend, versuchen Dastan und Tamina, diesen geheimnisvollen Schatz vor dunklen Mächten und skrupellosen Killern in Sicherheit zu bringen. Denn der Besitzer des Dolchs kann den im Griff versteckten magischen Sand der Zeit freisetzen, damit die Zeit zurückdrehen und die Welt beherrschen. Hollywoods erfolgreichster Produzent Jerry Bruckheimer (PIRATES OF THE CARIBBEAN-Trilogie) und Regisseur Mike Newell (HARRY POTTER UND DER FEUERKELCH) bündeln ihre kreativen Kräfte und stemmen ein episches Fantasyabenteuer auf die Leinwand, das neue Maßstäbe setzt. Die Hauptrollen in diesem spektakulären Mix aus Action, Romantik und Comedy spielen Jake Gyllenhaal (THE DAY AFTER TOMORROW, BROKEBACK MOUNTAIN) und Bond-Girl Gemma Arterton (JAMES BOND 007: EIN QUANTUM TROST). Außerdem sind Ben Kingsley (GANDHI, SHUTTER ISLAND) und Alfred Molina (SPIDER-MAN 2) in weiteren Hauptrollen zu sehen.... (Pressetext)

"Episch" trifft es wie man sieht ziemlich gut, aber "reinstes Popcornabenteuer" passt einfach noch besser:
  Die Bilder sind beeindruckend, Held und Heldin schön anzusehen.
Als Spielverfilmung ist Prince of Persia gut gelungen, im Gegensatz zu vielen anderen Umsetzungen kam sogar nicht der Eindruck auf, dass das Spiel mehr Handlung als der Film bietet.
Außerdem ist der Film sehr abwechslungsreich bei den Handlungsorten und bietet eine wendungsreiche Story.
Diese Story ist allerdings, nun ja, freundlich formuliert, leicht verdaulich. Angst um den Helden hat der Zuschauer eigentlich nie - ist ja auch ein Disneyfilm.


Apropos Disney: Hier ist die Welt noch in Ordnung!
Zum strahlenden Helden kommt ein weiser gutmütiger König,

dunkle Bösewichte, die auch für farbenblinde Taubstumme sofort als solche zu erkennen sind und einen hinterlistigen Oberfiesling, dass man glauben möchte, die Welt ist noch vollkommen in Ordnung.
Trotzdem als Fazit: Wuselndes Popcorn-Actionabenteuer mit vielen phantastischen Bildern und eine gelungene Spieleverfilmung, die die Augen nicht wie z.B. Transformers - Die Rache überfordert. Neue Sichtweisen, interessante Charaktere oder eine tiefgründige Handlung sucht der reifere Zuschauer allerdings vergebens.
Schwarzlicht verlost zu diesem Filmevent coole Gadgets: Beleuchtete Mousepads mit USB Anschlüssen und Cardreader, Schlüsselanhänger mit praktischen SD-Karten Fächern und Handybildschirmreiniger sowie schicke Armbänder. Beantworten Sie einfach bis zum 15.06. folgende Frage: In welchen Jahr erschien das erste Prince of Persia Computerspiel ? Senden Sie eine Mail mit dem Kennwort "Prince" an gewinn (ät) schwarzlicht.tv. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! Viel Glück!
Johann Hoffmann Fotos: Disney Enterprises
Iron Man 2
Kinostart: 06.05.2010 www.ironman2-derfilm.de/
USA 2010 Länge: 124 Minuten Ab 12 Jahren
Regie: Jon Favreau
Robert Downey Jr. - Iron Man/Tony Stark Gwyneth Paltrow - Pepper Potts Scarlett Johansson - Natalie Rushmann/Natasha Romanoff Mickey Rourke - Ivan Vankw Don Cheadle - James Rhodes Samuel L. Jackson - Nick Fury
Nun, da die ganze Welt weiß, dass Milliardär und Erfinder Tony Stark der gepanzerte Superheld Iron Man ist, wird er von Regierung, Presse und der Öffentlichkeit dazu gedrängt, seine Technologie militärischen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Stark befürchtet jedoch, sie könnte in die falschen Hände geraten und weigert sich, die Geheimnisse seiner Iron Man-Rüstung zu enthüllen. Mit Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) und James „Rhodey“ Rhodes (Don Cheadle) an seiner Seite formt Stark neue Bündnisse und tritt fremden, mächtigen Kräften entgegen, die den Frieden und die Stabilität der Welt gefährden.... (Pressetext)


Nach dem furiosen ersten Teil im Jahr 2008 ließen sich Regisseur Jon Favreau und Hauptdarsteller Robert Downey Jr. als Tony Stark nicht lange Zeit, um die Fortsetzung auf die Beine zu stellen.
 
Diese versammelt erneut alle Zutaten, die den ersten Teil erfolgreich und gut machten: rasante Action, spritziger Humor und ordentliche Hiebe auf die amerikanische Rüstungsindustrie aus den Tiefen des Superhelden-Genres. Mit Mickey Rourke, Sam Rockwell, Don Cheadle, Samuel L. Jackson, Gwynneth Paltrow und Scarlett Johansson hat man auch ein ordentliches Staraufgebot dabei.


Trotzdem ist diesmal die Mischung nicht ganz so gelungen wie beim ersten Teil. Die Story hat ein ordentliches gesellschaftskritisches Potential, und auch Tony Stark als egomanischer Hedonist macht natürlich wieder Spaß. Die Action ist zum Teil beeindruckend und innovativ (vor allem die Zerstörungsorgie auf dem Rennring von Monaco), und die "Beziehung" zwischen Tony Stark und seiner Assistentin Pepper Pots ist erfrischend. Aber dem Ganzen fehlt dann doch der letzte Kick, so ganz wollen die einzelnen guten Elemente nicht zu einer Einheit finden. Man guckt sich den Film gern an, und wer den ersten Teil mochte, wird auch mit dem zweiten zufrieden sein, aber eine neue Wegmarke stellt der Film dann leider nicht auf. Da gelang es X-Men, Batman oder Spider-Man besser, ihre ersten Teile zu übertreffen. Aber vielleicht war der erste Iron Man auch einfach schon ein Stück zu gut dafür.
Mark Wachholz Fotos: Concorde
Das Bildnis des Dorian Gray
Kinostart: 15.04.2010 http://www.doriangray-derfilm.de/ Dorian Gray
UK 2009 Länge: 112 Minuten Ab 16 Jahren
Regie: Oliver Parker
Ben Barnes - Dorian Gray Colin Firth - Lord Henry Wotton Rachel Hurd-Wood - Sybil Vane Rebecca Hall - Emily Wotton Emilia Fox - Lady Victoria Wotton
Regisseur Oliver Parker adaptiert mit Das Bildnis Des Dorian Gray zum dritten Mal einen Klassiker von Oscar Wilde. Ohne dem legendären Roman des irischen Schriftstellers untreu zu werden, hat Parker die schaurig-schöne Geschichte einer kunstvollen Modernisierung unterzogen, die seinen Film zu einer ebenso furchteinflößenden wie eleganten Sternstunde des britischen Kinos macht. Mindestens so sehr wie durch die beeindruckenden Londoner Schauplätze und raffinierten Kostüme glänzt Das Bildnis Des Dorian Gray dabei durch seine herausragende Besetzung: Neben Ben Barnes („Die Chroniken von Narnia: Prinz Caspian von Narnia") als bildhübscher, tragischer Titelheld begeistern Colin Firth, Ben Chaplin, Rebecca Hall, Rachel Hurd-Wood in weiteren Rollen... (Pressetext)
Bei modernen Adaptionen klassischer "Gaslight"-Szenarien besteht immer die Gefahr, dass der eigentliche Flair zu sehr unter Neuerungen und zeitgemäßen Anpassungen leidet - als jüngstes Beispiel mag hier Guy Ritchies "Sherlock Holmes" dienen. Auf der anderen Seite kennt man aber ist es auch schwer, immer wieder den mythischen Flair des Viktorianischen Zeitalters zu erwecken, wenn er in 100 Jahren Filmgeschichte auch schon hundertmal zelebriert wurde. So war auch bei Dorian Gray" die Hauptfrage, wie sehr der Film auf eine moderne Inszenierung aus ist.

Die gute Nachricht: Er versucht, seinen Wurzeln treu zu bleiben und bringt das auf die Leinwand, was man kennt, aber auch sehen will. Das ist auch deshalb eine gute Entscheidung, weil der Stoff eben auch schon oft bespielt wurde, zum Kanon der Weltliteratur gehört und deshalb eine größere Modernisierung vermutlich eben auch den ursprünglichen Flair in den Hintergrund gestellt hat. Gerade mit dem sehr gut ausgewählten Hauptdarsteller Ben Barnes als titelgebender Antiheld, der zwischen provinzieller Naivität und teuflischer Kälte pendelt, und Frauenliebling Colin Firth in einer ungewohnt zynischen Rolle als Dorians Mentor in der High Society gelingt es dem Film über weite Strecken, den Zuschauer noch einmal mit der bekannten Geschichte noch einmal einzufangen.

Allerdings wird dann auch Oscar Wildes Vorlage sehr linear umgesetzt, so dass sich nach einem starken Aufbau und einer ersten Eskalation auch irgendwann ein gewisser Ermüdungs- und Wiederholungseffekt einstellt. Der - durchaus schwierigen - Spagat zwischen einer glaubwürdigen Entwicklung des Charakters über längere Zeit und natürlich dem eigentlichen Clou, auch nach Jahrzehnten um keinen Tag gealtert zu sein, auf der einen Seite und einer vorantreibenden Dramaturgie auf der anderen gelingt "Dorian Gray" nicht perfekt. So ist es angesichts der Lauflänge auch verständlich, dass gerade die langen Jahre seiner Abwesenheit dann auch konsequent übersprungen werden - obwohl genau in jener Zeit natürlich auch die grässlichsten seelischen Belastungen für den Hauptcharakter offenbar werden. Diese aber muss man dann nach seiner Rückkehr als Zuschauer nur "glauben", der Film "beweist" sie nicht. So kämpft er auf der dramaturgischen Ebene auch mit dem Problem der meisten biographischen Stoffe, zu sehr ins Episodenhafte zu geraten. Hier wäre interessant gewesen, ob es erzählerisch bessere Kniffe gegeben hätte, um das Drama kompakter und spannender zur Entfaltung zu bringen.

In den Horroreffekten hält sich "Dorian Gray" auffällig zurück - dies ist fast die größte Stärke des Films, denn hier hätte gerade eine Modernisierung auch schnell den Verlockungen eines ziemlich harten und aufs Publikum zielenden Genreeinfluss' erliegen können. Da aber bleibt der Film konsequent und setzt die Gruseleffekte sehr, sehr dezent und dafür mit um so großer Wirkung ein. Das tatsächliche Bildnis des Dorian Gray wird so zum heimlichen Star des Films, wie es ja auch schon der Originaltitel von Oscars Wildes Novelle impliziert.

So ist "Dorian Gray" eine sehenswerte, in einigen Punkte gute Umsetzung des bekannten Stoffes, die ihr Potential nicht komplett ausschöpft, aber auch nicht vergeudet. Für Liebhaber viktorianischen Grusels durchaus eine Empfehlung, auch wenn es dem Film letztendlich nicht gelingt, die dramatische Tiefe der Geschichte voll auszuloten.

Mark Wachholz Fotos: Concorde
Drachenzähmen Leicht Gemacht
Kinostart: 25.03.2010 http://www.drachenzaehmen-leicht-gemacht.de/
USA 2010 Länge: 98 Minuten Ab 06 Jahren
Regie: Chris Sanders Dean DeBlois
...Auf der kleinen Insel Berk, hoch oben im Norden, wird nicht lange gefackelt. Mordsstarke Wikinger müssen ihre Heimat vor wilden Drachen beschützen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Auch der schmächtige Teenager Hicks, Beiname „der Hüne", ist Feuer und Flamme für die Drachenjagd - nur leider hat er im Umgang mit Waffen zwei linke Hände. Da sein Vater niemand Geringeres ist als Haudrauf „der Stoische", Oberhaupt des Wikingerstammes und ein berühmter Drachenjäger, soll Hicks auf der Drachenschule nun auch die raue Kampfkunst der Wikinger erlernen. Doch ehe Hicks - der übrigens ein pfiffiger und begeisterter Tüftler ist - den gefürchteten Unterricht antreten kann, wird sein Dorf von einer wilden Drachen-Armada angegriffen. Das ist Hicks große Chance, einmal einen Drachen zu besiegen und die Ehre seines Vaters zu retten! Mit viel Mut und Köpfchen gelingt es ihm, einen „Nachtschatten", eine der gefährlichsten Drachenarten, abzuschießen. Doch anstatt seinem Vater von seinem bemerkenswerten Fang zu erzählen, freundet sich Hicks mit dem Nachtschatten an. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die vor allem Hicks Welt auf den Kopf stellt: Ein Wikinger, der einen Drachen zum Freund hat? Damit verstößt er gegen die Wikingerehre, die seinem Vater beim Donner von Thor über alles geht ... (Pressetext)
DIeser Film ist ein Muss für Jung und Alt - besonders in 3D. Hier werden liebenswürdige, kindgerechte Charaktere und noch liebenswürdigere, putzige Drachen in einem kreativen und spannenden Film zum Leben erweckt. Durch die 3D Umsetzung ist der Zuschauer schuppennah dabei, wenn es ganz Avatar-like auf wilde Jagden durch die Wikingerwelt geht.

Johann Hoffmann Fotos: Paramount
Alice im Wunderland mit Gewinnspiel
Kinostart: 04.03.2010 USA 2010 Länge: 108 Minuten Ab 12 Jahren
Regie: Tim Burton
Mia Wasikowski - Alice Johnny Depp - Hutmacher Anne Hathaway - Weisse Königin Helena Bonham Carter - Herzkönigin
Für die 19-jährige Alice Kingsley (MIA WASIKOWSKA) hält das Leben eine Überraschung bereit: Während einer viktorianischen Gartenfeier, die zu ihren Ehren ausgerichtet wird, erhält sie einen Heiratsantrag von Hamish, dem wohlhabenden, aber langweiligen Sohn von Lord und Lady Ascot. Alice flieht und bleibt der Gesellschaft eine Antwort schuldig. Sie folgt einem sonderbaren weißen Kaninchen, das mit einer Weste bekleidet ist und eine Taschenuhr bei sich trägt. Das Kaninchen (im Original: MICHAEL SHEEN) läuft über eine Wiese und verschwindet dann in einem Loch im Boden. Ebenso plötzlich wird auch Alice in das Loch hineingezogen und fällt durch eine eigenartige, traumähnliche Passage, bis sie schließlich in einem runden Raum mit vielen Türen landet. Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten, die eine Flasche mit der Aufschrift “Trink mich” und einen Kuchen, der mit den Worten “Iss mich” verziert ist, beinhalten, schafft es Alice, mit Hilfe der schrumpfenden Wirkung des Tranks und der vergrößernden Wirkung des Kuchens eine der Türen zu öffnen und hindurchzugehen. Sie betritt eine zauberhafte Welt, die bei ihren Bewohnern unter dem Namen Unterland bekannt ist. Dort trifft sie auf eine bunte Mischung von Charakteren: von der verwegenen Schlafmaus (BARBARA WINDSOR) zu dem völlig verrückten Hutmacher (JOHNNY DEPP), von der Grinsekatze (im Original gesprochen von STEPHEN FRY) zu der Wasserpfeife rauchenden Raupe Absalom (im Original ALAN RICKMAN), von der gruseligen Weißen Königin (ANNE HATHAWAY) zu ihrer gehässigen und launischen älteren Schwester und Herrscherin von Unterland, der Herzkönigin (HELENA BONHAM CARTER). (Pressetext)


Tim Burton liefert einmal mehr, was man erwartet: Ein visueller Rausch, ein großes Panoptikum wilder Bilder und Ideen. Was, wenn nicht "Alice im Wunderland" kommt Tim Burtons eigenen Filmvisionen bereits in der Vorlage näher? So gelingt es dem Regisseur, die von der Originalgeschichte inspirierte, aber deutlich düsterer gehaltene Wunderland-Welt dreidimensional zum Leben zu erwecken.


Grundsätzlich ist auch der Ansatz Burtons zu begrüßen, der Geschichte etwas Neues abzugewinnen und nicht das an sich sehr undramatische, fast ausschließlich aus kuriosen Wegstationen bestehende Original einfach nur mit neuerer Technik "abzufilmen". Doch an diesem Anspruch scheitert der Film letztendlich: Bei dem Versuch, Dramatik und Pathos ins Wunderland zu bringen und die Protagonistin zu einer richtigen Heldin im ursprünglichen Sinne zu machen, reicht "Alice im Wunderland" kaum an die inzwischen sattsam bekannten und immer wieder kopierten Fantasy-Klischees heran. Das Heroische, das Burton in seiner Hauptheldin sucht, bleibt behauptet und folgt keinem Zwang. Alice tritt an, das Wunderland zu retten, aber mehr, als dass sie das selbst ein bisschen so vermutet, kommt nicht rum.




Dadurch gelingt es dem Film auch nicht, emotional mitzureißen. Es bleiben die schönen Bilder, die skurilen Gestalten - aber ansonsten ein durchschnittlicher Fantasyfilm, der Mühe hat, mit anderen aufwändigen Großproduktionen mitzuhalten.
Wir verlosen T-Shirts, Schlüsselanhänger, Mousepads und verquere Zettelblöcke. Schreiben Sie bis zum 31.3.2010 eine Mail an gewinn (ät)schwarzlicht.tv mit dem Betreff "Alice" und beantworten Sie folgende einfache Frage richtig: Welches offensichtlich regellose Spiel spielt Alice mit der Herzkönigin?
  
Adresse nicht vergessen und wie üblich gilt: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und die mehrfache Teilnahme erhöht nicht die Gewinnchancen. Viel Glück!
So, fertig. Jetzt nehmen wir definitiv keine Einsendungen mehr an. Die Gewinner bekommen in den nächsten Tagen ihren Gewinn. Herzlichen Glückwunsch. Alle anderen können gern am nächsten Gewinnspiel teilnehmen: Es winkt eine Dauerkarte für das Fareast Film Festival in Udine Ende April.
Mark Wachholz Fotos: Disney
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Die ewigen Momente der Maria Larsson
Kinostart: 08.04.2010 Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Deutschland 2008
Länge: 105 Minuten Ab 16 Jahren
Regie: Jan Troell
Maria Heiskanen Mikael Persbrandt Jesper Christensen
Schweden in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Die junge Arbeiterfrau Maria Larsson gewinnt bei einer Lotterie eine Fotokamera. Obwohl sie nichts damit anzufangen weiß, behält sie ihren Preis – ein Entschluss, der Jahre später ihr Leben grundlegend verändern wird: Einmal vertraut mit der Handhabung des Fotoapparats, öffnet sich Maria eine neue Welt, sieht sie ihre Umgebung mit anderen Augen. Aber auch ihr dem Alkoholgenuss nicht abgeneigter Ehemann bleibt davon nicht unbehelligt, bringt die Beschäftigung mit der Kamera doch den charmanten Fotografen „Piff Paff Puff“ als vermeintlichen Nebenbuhler ins Spiel. (Pressetext)
Freuen wir uns auf den 08.04.2010 - ein wunderbarer Film kommt in die Kinos : Die ewigen Momente der Maria Larsson.
Jan Troell -die schwedische Film- Legende zeigt uns seinen neuesten Film, der von der amerikanischen Auslandspresse sofort und verdientermaßen für den Golden Globe nominiert wurde. Ein ruhiger -ergreifender- schön fotografierter Film erwartet uns. Bezug nimmt er auf eine junge Frau Anfang des 20.Jh. Sie lebt in ärmlichen Verhältnissen, ein Fotoapparat bringt Sinn in ihr Dasein. Mehr als 60 Jahre später erfährt die Frau des Regiesseurs von der ältesten Tochter der Heldin diese Lebensgeschichte. Wir tauchen ein in das Leben in Schweden am Beginn des 20. Jahrhunderts - ein sehr einfaches Leben. Maria - die Heldin hat bei einer Tombola einen Fotoapparat gewonnen. Ihr Verlobter -dem Alkohol ebensowenig abgeneigt, wie auch mal anderen Frauen - der kommunistisch orientiert ist und das Bild eines Idealschweden vom Äußeren her: groß, kräftig mit wunderbar treu schauenden Augen, denen Maria trotz aller künftigen Enttäuschungen immer wieder erliegt Nach ihrer Heirat bekommt Maria in schneller Folge drei Kinder. Das Geld ist immer knapp, die Gründe sind oben erwähnt. In einer finanziellen Krise meint Maria den Fotoapparat verkaufen zu müssen. Ein älterer Fotograf allerdings erklärt ihr das Gerät sehr ausführlich und rät vom Verkauf ab. Er versorgt sie mit den nötigen Materialien - und zeigt ihr den Weg in die Geheimnisse der Fotografie. Maria lernt schnell und hält erst ihr kleines Alltagsleben fest - und später das Leben ihrer ärmlichen Umgebung - das ihrer Nachbarn. Sie begreift, dass man die Gegenwart für die Zukunft festhalten muss. Und ihre Fotos überzeugen nicht nur ihren Fotografenmeister, der ihr mit großer Zuneigung auf ihrem Weg beiseite steht. Ergreifend ist eine Szene, als sie ein kleines verstorbenes Kind für deren Mutter fotografiert. Hier erlebt man die ganze Ärmlichkeit dieser Zeit für die einfachen Menschen. Als 1914 der Krieg ausbricht, muss ihr Gatte als Soldat einziehen. Ihre Wohnung wird zum Atelier. Die Nachbarschaft bringt ihre künftigen Soldaten zur ihr, damit sie sie fotografieren kann. Diese Wirkung nach außen läßt sie als Frau immer stärker und selbstbewußter Auftreten - auch ihrem Mann gegenüber, der mehr und mehr Schwierigkeiten hat mit der größer werdenden Anerkennung seiner Frau zurechtzukommen. Auch gefällt ihm die sehr sympathisch dargestellte gegenseitige Zuneigung von Maria und dem Fotografenmeister überhaupt nicht. Dir ihr Selbst findende Maria erkämpft sich ihren Freiraum ... der Zuschauer soll dies selbst erleben. Wir wissen, der 1. Weltkrieg hat große gesellschaftliche Veränderungen ausgelöst, es war für viele Menschen auch eine Chance ihr Leben neu zu bestimmen - neue Wege zu suchen. Wir erleben in diesem Film eine starke Frau aus kleinen Verhältnissen, die ihren Weg aus der Enge und Armut erfolgreich sucht und findet. Ein sehr berührender, wundervoller Film erwartet uns.
KaDe Hoffmann
Gesetz der Rache
Kinostart: 19.11.2009 http://www.gesetz-der-rache.film.de/ Länge: 108 Minuten Ab 16 Jahren
Regie: F. Gary Gray
Darsteller: Gerard Butler - Clyde Shelton Jamie Foxx - Nick Rice Colm Meaney - Detective Dunnigan Leslie Bibb - Sarah Lowell
Clyde Shelton (Gerard Butler) ist ein guter Familienmensch, dessen Leben schlagartig aus den Fugen gerät, als seine Frau und seine Tochter bei einem Einbruch brutal ermordet werden und er selbst nur um ein Haar überlebt. Als die Mörder gefasst werden, übernimmt der ehrgeizige Staatsanwalt Nick Rice (Jamie Foxx) aus Philadelphia den Fall. Gegen seine eigene Überzeugung zwingt ihn sein Vorgesetzter dazu, einem der Täter ein mildes Urteil anzubieten, wenn dieser gegen seinen Komplizen aussagt. Zehn Jahre später wird der Mann, der damals seiner Strafe entkommen ist, tot aufgefunden. Clyde Shelton bekennt sich des Mordes schuldig und beginnt ein erpresserisches Spiel mit Rice: Entweder dieser setzt seine Position für eine Änderung des Rechtssystems ein oder Schlüsselfiguren der damaligen Gerichtsverhandlung werden sterben. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, in dem es um Leben und Tod geht...(Pressetext)
Wow, ein spannender Film, der sich fast bis zum Ende konsequent vom Schwarz und Weiß entfernt hält. Dafür gibt es jede Menge Grautöne zu sehen. Und das bezieht sich auf die Charaktere, nicht auf die Optik des Films. Es ist schön, aus Amerika einen Film zu sehen zu bekommen, der die Nuancen der Protagonisten und Antagonisten so detailliert zeigt. Was ist schon böse, sind die per se Guten, wirklich gut? Darf man Selbstjustiz üben, wenn die Staatsgewalt versagt? All diese Fragen werden gestellt und die Antwort wird dem Zuschauer nicht einfach vorgekaut, daher lautet das Urteil: Ansehen, trotz einiger Gewaltszenen.
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Bauhaus - Modell und Mythos
Kinostart: 23.7.2009 in ausgewählten Kinos Dokumentar-Film von Niels Bolbrinker & Kerstin Stutterheim
90 Jahre Bauhaus - das verlangt nach Würdigung. Diese wird in vielen Ausstellungen, Aufsätzen und Büchern angeboten. Und in einem Film, der nicht nur für Experten gedacht ist. Man kennt sie ja alle die Vertreter des Bauhauses: Klee, Kandinsky, Feininger, Gropius und Itten. Dieser Film geht über sie hinaus - er holt die ehemaligen Studenten vor die Kamera - die wenigen, die noch leben.... das ist spannend. Man zeigt sie in ihrem jetzigen Schaffensumfeld... man sieht es - man hört es von ihnen - sie leben immer noch Bauhaus. Der Film gibt ihnen die Zeit ihre Erinnerungen auszubreiten - diese Zeit zu reflektieren. Es sind persönliche Sichten - vielleicht zuweilen verklärt, aber das sei ihnen gestattet - es war ja eine Zeit der Veränderung und sie waren dabei - sie haben sie mitgestaltet. Uns Nachgeborenen zeigt der Film die Heroen dieser Zeit und ihre .....schüler?
Der Film zeigt natürlich die Etappen Weimar - Dessau - Berlin, zeigt die angedachten und die verwirklichten Ideen - die lange Zeit vergessenen Bauten (in Israel), die Reichhaltigkeit der tschechischen Bauhausarchitektur, den Einfluß auf das Bauen bis in die heutige Zeit. Er ist sehenswert - empfehlenswert besonders für die 12.und 13. Klassen der Gymnasien und jeden der das Jubiläum zum Anlaß nimmt, sein Wissen über das Bauhaus aufzufrischen und zu erweitern.
KaDe Hoffmann
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