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Das besondere Ereignis in 2009:

Far East Film 11
in Udine (Italien)

Die liebenswerte Kleinstadt Udine im Nordosten Italiens ist sowieso immer eine Reise wert, aber welch besseren Anlaß kann der Filmfan finden, als das jährlich stattfindende Far East Film Festival, dass im April zum 11. Mal Zuschauer aus aller Welt einlud.

Udine_bei_Tag

Udine_bei_Nacht

Im Gegensatz zum 10 jährigen Jubiläum, konnten die Veranstalter diesmal sogar noch bessere Filme aus Asien beschaffen. Darunter z.B. der japanische Auslands-Oscar-Gewinner "Departed", der in Deutschland Ende des Jahres endlich in die Kinos kommen soll. [Update Oktober: "Departures - Okuribito" kommt als "NOKAN - Die Kunst des Ausklangs" am 26.11.2009 in die Kinos]
Aber auch so in Deutschland nicht ausreichend gewürdigte Actionspektakel wie "The Good, The Bad, The Weird" aus Korea, oder das unglaublich schrille japanische Drama-Epos "Love Exposure" [Update Oktober: beide in Deutschland in kleineren Kinos mit Glück zu sehen].

Die Schuld an den eher mittelmäßigen Filmen 2008 war natürlich nicht in Italien zu suchen, doch die Freude bei den Gästen war groß, dass die asiatische Filmbranche zumindest in Teilen wieder zu alter Stärke zurückgefunden und das FEFF 11 zu einem echten Höhepunkt des Jahres 2009 gemacht hat . Für mich z.B. mit einem Comedy-Highlight "Scandal Makers" (Südkorea), für das Publikum "The Rainbow Troops" (Indonesien), "4BIA" (Thailand), "Connected" (Hongkong) und "One Million Yen Girl" (Japan), die jeweils wie auch "Departures" Publikumspreise gewonnen haben.

Bevor es zu einigen Filmvorstellungen geht, bleibt als wichtigstes der Hinweis, im Kalender schon mal die Woche vom 23.4. bis zum 1.5.2010 dick rot anzustreichen und bis dahin regelmäßig die Seite des Festivals www.fareastfilm.com zu besuchen.
Übrigens ist Udine auch für cinephile Studenten zu empfehlen, da die Dauerkarte sehr günstig ist und man mit etwas Glück sogar Übernachtungsmöglichkeiten gestellt bekommt.

 

Ausgewählte Filme des Far East Film 11 Festivals in Udine 2009

Scandal_Makers_PlakatScandal Makers

Scandal Makers ist mein persönliches Highlight des Festivals im Bereich Comedy. Hier wird jedes Klischee genommen und entweder so abstrus eingesetzt, dass man es nicht ernst nehmen kann, oder gleich direkt durch den Kakao gezogen.
Natürlich gibt es so eine Art Happy End und selbstverständlich handelt es sich nicht um tiefsinnige Kost, dieser Film will und schafft erfolgreich nur eins: Lustig sein! Empfehlung: Ansehen und totlachen!

Regie: Hyeong-cheol Kang
Darsteller:
Tae-hyun Cha als Hyeon-su Nam
Bo-yeong Park als Jeong-nam Hwang
Seok-hyeon Wang als Ki-dong Hwang
Woo Seul Hye Hwang als Kindergärtnerin

 

Hyeon-su ist Radio DJ und ziemlich populär. Mit seinen 32 Lenzen steckt er voll im erotischen Leben mit wechselnden Geliebten, genießt dabei aber das Leben als Single. Nichts liegt ferner, als dass er der Vater von Jeong-nam (oben links) sein könnte, also schon Großvater von Ki-dong Hwang ist...

Nun ja, die Story ist natürlich nicht die bedeutendste auf der Welt, aber die hunderten kleinen Gags und das wirklich großartige Spiel der Akteure machte den Film in Korea zu einem echte Kassenknüller.

 

Love_Exposure_plakatLove Exposure

Wow, 237 Minuten die wie im Fluge vergehen. Unglaublich, was so alles in diesem Film passiert. Hier bekommt garantiert jeder einen falschen Eindruck von Japan und lernt doch eine Menge über die bunte Welt (des Sion Sono).

Yu ist eigentlich ein braver Schüler, der um die Aufmerksamkeit seines Priester-Vaters jedoch mit kleineren und größeren begangenen Sünden buhlt. Vor allem sexuelle Entgleisungen scheinen dem Vater Zuneigung zu entlocken. Als er bei einem seiner voyeuristischen Streifzüge auf seine große Liebe Yoko trifft, wird es kompliziert: Sie ist die Tochter der Affäre seines Vaters, die von nun an mit ihm unter einem Dach lebt. Als seine ganze neue Familie von einer wahnsinnigen Sekte gekidnappt wird, beginnt für Yu der große Kampf um seine Liebe.

Regie: Sion Sono
Darsteller:
Takahiro Nishijima als Yu Tsunoda
Hikari Mitsushima als Yoko
Sakura Ando als Koike
Makiko Watanabe als Saori
Atsuro Watabe als Tetsu Tsunoda

 

Love_Exposure_1 Love_Exposure_2

 

Love Exposure_3 Love Exposure_4

 

 

TheGoodTheBadTheWeirdThe Good, The Bad, The Weird

130 Minuten fürs große, breite Kino gemacht.

So wie James Bond - Casino Royale mit seiner Parcour Szene beeindruckt, überwältigt The Good, The Bad, The Weird mit einer wilden Schießerei in einem Gaunerdorf.
Allein dafür lohnt es sich schon, den Film zu sehen, aber das ist noch lange nicht alles. Zuerst der furiose Auftakt, wenn eine Bahn in der Mandschurei überfallen wird und zum Schluß die wahnwitzige Verfolgungsjagd, wo wohl auch dem letzten Deutschen der Überblick verlorengeht, wer denn hier wen warum gerade in welche Richtung verfolgt.
Dieses Highlight ist laut, bunt, lustig, aber auch dreckig, melancholisch und nun ja, "weird"...

Regie: Kim Jee-Won
Darsteller:
Woo-sung Jung als Park Do-won / The Good
Byung-hun Lee als Park Chang-yi / The Bad
Kang-ho Song als Yoon Tae-goo / The Weird

Hinter einer mysteriösen Schatzkarte sind der Gauner Tae-goo, der Gangster Chang-yi und der Kopfgeldjäger Do-won her. Ersterer hat sie bei einem Zugüberfall geklaut, zweiterer will ihm die Karte wieder abnehmen und letzterer will beide und die Karte. Soweit, so einfach. Dann gibt es aber noch Banden und sogar die japanische Armee und zum Schluß haben wir eine wilde Verfolgung in der Wüste.

 

TGTBTW^_1Er ist der Bad Guy, aber auch irgendwie Weird.

Auf jeden Fall hat er eine ziemlich modische Frisur und kann natürlich jeden Gegner problemlos zu Boden strecken.

TGTBTW_2Hier ganz klar der Gute Sheriff...

 

TGTBTW_3Eigentlich ist diese durchgeknallte Person auch nur ein Dieb und Gauner, also wenn man einen beliebigen Polizisten von der Straße fragt auch "bad", aber wen interessiert in der Mandschurei zu der Zeit schon so ein kleiner Gauner? TGTBTW_4

 

TGTBTW_5Es spielen auch noch eine ganze Reihe anderer zwielichtiger Gestalten mit, alle sind auf der Suche nach dem Schatz. TGTBTW_6

 

Weitere Filme des Festivals:

Ip Man

(Hongkong, 2008)
Film über das Leben des späteren Lehrers von Bruce Lee. Sehr sehenswert für Fans von guter Martial Arts.

K20 Legend of the Mask

(Japan, 2008)
Witzige, überdrehte Actionfantasykomödie. Spielt in einer alternativen Realität, die sehr liebevoll umgesetzt wurde. Es gibt eine beeindruckende Parcourszene und diverse schön choreografierte Kampfsequenzen.
Am Schluß wird es von allem etwas zu viel, Fans werden es lieben.

Departures

(Japan, 2008)
Nachdem ein Cellist seinen Job verloren hat, nimmt er eine Arbeit bei einem Unternehmen an, das sich auf "letzte Reisen" spezialisiert hat.
Mehr dazu demnächst im Projektor.

Takut – Faces of Fear

6 Kurzfilme von 7 Regisseuren, davon 5 eher schlechte bis mittelmäßige Filme, die wohl in „Virus Undead“ Manier zeigen sollten, dass auch in Indonesien Horrorfilme gemacht werden können.

The Forbidden Door

Ja, endlich nach „Audition“ und „The Attic“ mal wieder ein richtig guter Psycho-Thriller. Mit besonderer Betonung auf Psycho.
Hat mir sehr gut gefallen – Ein Bildhauer gerät in eine Art Komplott, seine Frau, seine Freunde und seine Mutter, sie alle scheinen darin verwickelt zu sein, ein Kind hinterläßt Hilferufe, er gerät in einen Snuffmovie-Club und dann ist da noch eine verschlossene Tür in seinem Haus, die er auf Geheiß seiner Frau nicht öffnen darf.
Der Film hat einige durchaus überraschende Wendungen.
Sehr sehenswert!

4BIA

Die Kurzfilme aus Thailand hatten es erheblich mehr in sich als die aus "Takut". Nicht nur von den teilweise dem-Nachbar-auf-den-Schoß-spring Schockeffekten, sondern auch die Art, sich selbst und das Genre auf die Schippe zu nehmen.
Ein Mädchen, das James Stewards Probleme aus „Das Fenster zum Hof“ gut nachvollziehen kann und sich mit gebrochenem Bein vor Langeweile in SMS-Chat mit einem Fremden verstrickt.
Mitglieder einer Klassengang, die sich gegen einen fiesen Fluch versuchen zu wehren – und dabei nett ins Jenseits fahren.
4 Freunde, die bei einer Kanufahrt des Grauens ein Filmende nach dem anderen verraten, ja, die Titanic ist gesunken...
Und eine schöne Stewardess, die mit ihrer einzigen Passagierin tödliche Probleme hat.


Coming Soon

Diesen Film muß der Fan gesehen haben, am besten gleich nach 4Bia, denn beide Filme sind an jeweils einer Stelle miteinander verbunden.
Hier wird Bezug auf diverse Filme wie z.b. „Ring“ genommen, ohne sie zu sehr zu kopieren.
Die Sache wird meta-cinematografisch, gut gemacht und ist reich an wirksamen Schockeffekten.


Das besondere Ereignis in 2007:FEF9Logo

Far East Film 9
in Udine (Italien)



Und vorbei ist es, das großartige Festival des ostasiatischen Films in Udine. Es hätte gern länger gehen können, nun gut, vorbei ist's mit dem guten Essen und den Händeschütteleien mit Stars und Sternchen. Der Berliner Alltag kann aber zumindest diese kleine in den nächsten Tagen weiter vervollständigte Filmrückschau samt ein paar rein touristischen Stadtansichten nicht verhindern.
Viel Spaß damit:

Zuerst der touristische Teil. Udine ist ein kleines Städtchen im Nordosten Italiens relativ nahe an der slovenischen Grenze gelegen. Circa zwei Stunden dauert es mit dem Zug aus Venedig. Es gibt eine hübsche Innenstadt und ein modernes Theater...

pz_Liberte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Udine_Zentrum

Udine_Gaertchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Udine_Platz

links der Zuschauerraum des Theaters, rechts das Foyer samt Verkaufstischen für alles, was der fernasiatische cinephile Gast so braucht, also Merchandisingprodukte, DVDs und Bücher. Wie links im Bild zu sehen, haben die Veranstalter sogar Platz für artfremde Kunst gefunden.

Neues_Theater_innen Neues_Theater
Vielleicht doch nicht ganz so artfremd, wenn wir uns den Film als Spiegel der Gesellschaft vorstellen:
Gallery Gallery_innen

Bevor wir uns endlich den beteiligten Menschen zuwenden nochmal schnell ein Blick nach draußen, vom Infopoint in der Innenstadt bis zu den Festivalautos wurde an alles gedacht:

Infopoint

Festivalautos

Alle Gäste waren mehr oder weniger zum Anfassen. Chinesischer Produzent Jimmy Wu (links) und thailändische Aktrize Siraphan Wattanajinda (rechts) mehr,

Jimmy_Wu Thai_Aktrize

koreanischer Star Kim Hye-Soo (links, rechts mit Regisseur Choi Dong-Hoon) weniger.

Kim_Hye-Soo Kim_und_Choi

Aber alle haben sich viel Zeit für Autogramme (Issei Oda, links) und die Beantwortung von Fragen (rechts), genommen:

Issei_Oda Pressekonferenz

Die Metalchicks reisten extra aus Japan ein, um zuerst der Aufführung von Arch Angels beizuwohnen (links, mit Issei Oda) und dann das Abschlußkonzert zu geben (rechts).

Metalchicks

Metalchicks_konzert

Ohne Zweifel ist das Far East Film 9 in Udine eins der besten Festivals für Freunde des asiatischen Films und Cineasten allgemein. Die Gastfreundlichkeit war umwerfend und alles rund um die Filme perfekt organisiert. Udine ist zwar nicht so perfekt zu erreichen (ca. 2 Stunden mit dem Zug von Vendedig entfernt) aber dort angekommen muss man sich für ein angenehmes Kleinstadtflair oder die vielen Filme (Sieben pro Tag) entscheiden. Ich verspreche, diese Entscheidung fällt manchmal schwer!

Das besondere Ereignis:FEF9Logo

Far East Film 9 - Ansichtssachen



 

Curiosity Kills The Cat

China 2006, Regie: ZHANG Yibai

Die schöne Sharon hat eine leidenschaftliche Affaire mit dem leider verheirateten John. Dieser läßt sie jedoch fallen, da er von seiner reichen Frau Rose buchstäblich abhängig ist.
Zu dieser Dreiecksgeschicht kommt Fotoshopbesitzerin MoMo, die ständig alles um sie herum beobachtet und, meistens heimlich, fotografiert. MoMo mag den Concierge Liu Fendou, der das Apartmenthaus bewacht und kleinere Botengänge übernimmt. Der Film beginnt mit der Ankunft Sharons im Hochhaus. Von da an wird über viele Rückblicke und Sprünge die Story bis zum dramatischen Ende aufgebaut. Dabei treten erheblich mehr Abgründe zutage, als die ersten zwei Drittel des Films vermuten lassen.

Tja, dieser Film fällt wohl unter die Kategorie Thriller, meines Erachtens passt aber "Großstadtneurosenbetrachtung" besser. Dazu eine Portion Liebesdrama und fertig ist ein moderner chinesischer Film, der auf der einen Seite gängigen Konventionen folgt, auf der anderen Seite nahezu unerklärlich anders ist. Die Bildsprache macht den positiven Unterschied zu Hollywood, Chongqing, eine neue Multimillionenstadt, die in den letzten zehn Jahren aus dem chinesischen Festlandboden geschossen ist, bietet die Kulisse für den Film und vielleicht die Ursache für das Handeln der Protagonisten.

One Summer With You

China 2006, Regie: XIE Dong

Irgendwo in der chinesischen Provinz in den 80er Jahren. Der junge Postbote Hongwei hat sich in die High School Schülerin Mingxin verguckt. Als beste Schülerin der Schule möchte sie nicht in der Kleinstadt versauern und hofft, in Peking an einer großen Universität angenommen zu werden. Tatsächlich kommt der Bestätigungsbrief, doch Hongwei fängt ihn ab und ist fortan hin- und hergerissen, ob er ihn herausgeben soll und damit das Mädchen, das langsam seine Avancen annimmt, verliert....

Liebe und Erwachsenwerden sind die Motive für diesen interessanten chinesischen Streifen. Sanft erzählt, erinnerte er mich immer wieder an "Heimweg - Road Home". Die beiden Filme haben inhaltlich nichts gemein, doch die fremdartige Denk- und Fühlweise der handelnden Personen ließ mich irgendwo im Unterbewußtsein den Vergleich ziehen. Vertecken muß sich "One Summer With You" trotz einiger stilistischer Ecken und Kanten vor anderen neuen (chinesischen) Filmen nicht. Die Darsteller spielen sehr überzeugend und die Tragik der Situation und Zeit schleicht sich leise in des Zuschauers Herz.

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Confession Of Pain

Hong Kong 2006, Regie: Andrew LAU & Alan MAK

Uuh, typisch Hongkong, der Stoff aus dem in wenigen Jahren ein Hollywood Remake wird. Trunksüchtiger Ex-Cop jagt Mörder des Schwiegervaters seines besten Freundes.
Irgendwie alles schon mal gesehen und doch gewohnt spannend inszeniert. Ein Thriller, der ob des attraktiven Hauptdarstellers viele Frauenherzen höherschlagen läßt.
In Deutschland wird Confession of Pain beim Fantasyfilmfestival im Juli/August dieses Jahres zu sehen sein.

confessionofpain

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Dasepo Naughty Girls

Südkorea 2006, Regie: E J-yong

Gewöhnungsbedürftiges koreanisches Mangamusicalcomedyfilmchen.

dasepo_cosplay

dasepo_musical

Sukob

Philippinen 2006, Regie: Chito RONO

Eigentlich soll nur geheiratet werden, dann gibts viele Flüche und Tote. Definitiv kein Film für Leute, die demnächst heiraten wollen, soviele Regeln die man (als Philippine) beachten muß, um ohne Unglück zu ehelichen, lassen die wilde Ehe in einem ganz neuen strahlenden Licht erscheinen.

sukob_hochzeit

sukob_angst

The Unseeable

Thailand 2006, Regie: Wisit SASANATIENG

Hochschwangere Frau auf der Suche nach ihrem verschwundenen Mann landet in einem unheimlichen Anwesen. Gibt es hier wirklich Geister? Ist die Dame des Hauses in unerklärliche Vorfälle verstrickt? Gruselhorror mit einigen überraschenden Wendungen. Die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin (links) hebt den Film über das Mittelmaß hinaus.

the_unseeable

theunseeable

13-BELOVED

Thailand 2006, Regie: Chookiat SAKWIRAKUL

Es ist der beschissendste Tag in seinem Leben. Erst wird sein Auto abtransportiert, weil er die Raten nicht bezahlt hat, dann verliert er seinen Job, weil ein Arschloch von einem Kollegen seine Kunden wegschnappt. Die Bitte seiner Mutterum Geld kommt im unpassendsten Moment. Plötzlich klingelt das Handy und er bekommt die Chance, bei einem mysteriösen Gewinnspiel durch Erledigen von insgesamt 13 Aufgaben Geld ohne Ende zu verdienen. Die Sache scheint einfach, ist die erste Aufgabe doch nur, eine herumschwirrende Fliege mit einem Schlag zu töten...

Wie weit geht ein Mensch, der denkt, nichts mehr zu verlieren zu haben? Wie lange bleibt er menschlich? Gibt es überhaupt eine Grenze? Diese und viele weitere sozialkritische Fragen stellt 13-Beloved. Extrem starker Tobak!

13

13_frau

Thirteen Princess Trees

China 2006, Regie: LU Yue

Langeweile langweilig verfilmt. Anders kann ich das Soziodrama über ein Mädchen mit Entscheidungsproblemen zwischen zwei pubertierenden Jungs nicht beschreiben.
Der Weg zum Erwachsenwerden ist anderswo schon spannender auf Zelluloid gebannt worden.

thirteenprincess

thirteenprincesstrees

200 Pounds Beauty

Südkorea 2006, Regie: KIM Yong-Hwa

Aus megafett wird modelschlank - und trotzdem gibts noch haufenweise Probleme.

Hier wurde viel aus "Schwer Verliebt" geklaut, aber hey, wen interessierts? In dem Moment wo aus dem fetten Entlein ein zuckersüßer Schwan wird, vergißt Mann doch sowieso alles!
Es sei an dieser Stelle aber nicht verschwiegen, dass mit ein wenig gutem Willen ein kleiner moralischer Zeigefinger zu entdecken ist.

200poundsbeauty_fett

200poundbeauty_schlank

My Name Is Fame

Hong Kong 2006, Regie: Lawrence LAU

Abgehalfterter Ex-Star, der den Sprung in die erste Reihe nicht geschafft hat, lernt durch eine junge Schauspielerin das Leben und die Schauspielerei erneut zu schätzen und hilft ihr ganz nebenbei selbst aufzusteigen.

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Tazza: The High Rollers

Südkorea 2006, Regie: CHOI Dong-Hoon

In einer Welt voller illegaler Glücksspiele versuchen sich zwei kleine Gangster. Der eine ein Frauentyp, der andere eine nervensägende Quasselstrippe, doch beide Meister ihres Fachs.Glücklicherweise braucht der Kinobesucher keine Kenntnisse im hwatoo spielen, um seine Freude an diesem hervorragenden Gauner-Thriller zu haben. Die Rollen sind allesamt durch Schauspieler besetzt, die eine starke Kamerapräsenz haben und eine tiefe Zeichnung ihrer Figuren schaffen, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen, so braucht Tazza weder den Vergleich mit "The Big Swindle" scheuen, noch sich zu sehr vor "Der Clou" verstecken.
 

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Arch Angels

Japan 2006, Regie: Issei ODA

Arch Angels ist weiter oben schon ausführlich beschrieben worden. Als kleine Anmerkung noch folgendes: Die Metalchicks (die den Soundtrack gemacht haben) sind live eine Wucht.

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archangels

Big Movie

China 2006, Regie: A Gan

Big Movie - Big Schrott. Klingt hart, war es für die Zuschauer aber auch... Der Hauptdarsteller war in den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts ein Star des Actioncomedy-Hongkongkinos. Leider ist das Niveau des Films genau dort stehen geblieben, da helfen auch keine ironischen Untertöne.

thebigmovie

bigmovie

Strawberry Shortcakes

Japan 2006, Regie: YAZAKI Hitoshi

Es geht um Einsamkeit, Kunst und die Suche nach Liebe, ach ja, und um Gott. Ein sehr ruhiger und einfühlsamer Film. Eine Empfehlung auch für Menschen, die sonst mit den seltsamen oder abartigen japanischen Filmen nicht zurechtkommen - hier ist Filmkunst zu sehen, die auch aus Europa stammen könnte.

strawberryshortcakes

strawberry

On The Edge

Hong Kong 2006, Regie: Herman YAU

Wieder ein typischer Hongkong Thriller. Ex Undercover Polizist kehrt in den Dienst zurück und sitzt fortan zwischen allen Stühlen. Spannend, hart und düster umgesetzt, kommt aber trotzdem nicht ganz an die Infernal Affairs Reihe heran.

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A Day For An Affair

Südkorea 2006, Regie: JANG Moon-Il

Am weitesten hergeholte Story, die je das Auge des Autors erreicht hat, ohne den nötigen erotischen Biss, daher leider ziemlich harmloses Geplänkel. Aber mit der lustigsten Fast*-Sexszene der Filmgeschichte! Obwohl die weiblichen Hauptdarstellerinnen ihren Rollen viel mitgeben, wirkt der Film als Ganzes doch nur wie ein Zusammenschnitt aus "Sex and the City".
* Fast=nahezu, nicht etwa englisch "schnell"!

 

adayforanaffair

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